Warum „Öko-PSYCHOLOGIE“ ?

Alle existentiellen Probleme setzen natürlicherweise unser psychisches Funktionieren voraus. Die Art, wie wir auf Ereignisse reagieren, zählt mehr als die Ereignisse selbst. Ob es sich um Geld, Liebe oder Gesundheit handelt, immer machen Haltung, Anpassungsfähigkeit, Selbstbeherrschung, Kreativität, Geduld und Ausdauer den Unterschied aus.

Die übliche Psychologie ist angesichts konkreter Situationen unumgänglich, sie ist im Stande alle bewußten Probleme zu klärenschließt aber nicht Beiträge verschiedener klassischer psychologischer Schulen aus. Sie zieht ebenfalls die verschiedenen psychoanalytischen Schulen in Betracht, wenn es darum geht zu den unbewußten Wurzeln unserer Begierden, Frustrationen und Leiden vorzudringen. Besonders die Jungsche Psychoanalyse zieht die subtilen Energien in Betracht („numinose“ Energien gemäß Jungs Vokabular) und kann von großer Hilfe sein.

Lasst uns trotzdem festhalten, dass die Beiträge dieser verschiedenen Disziplinen umgearbeitet werden müssen, um darin die fundamentale Entdeckung der Verbindung von Eros und metapsychischen Fähigkeiten zu integrieren. Es handelt sich also nicht darum, im Vorbeigehen rechts und links Elemente der Psychologie und der Psychoanalyse einzusammeln, sondern eine revolutionäre Synthese daraus zu formen, auf der wichtigen Verbindung zwischen Liebe und dem Paranormalen basierend.

Daraus resultiert z.B., dass das Modell des „normalen“ Menschen revidiert werden muss. Die „natürliche“ Normalität ist diejenige von mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestatteten Individuen, welche an die transzendente Dimension, mit ihrem beständigen archetypalen Informationsfluss, angeschlossen sind. Die sexuellen Frustrationen, die der Freudismus angibt, erscheinen also wie der oberflächliche Aspekt einer viel tieferen Frustration spiritueller Art. Man versteht sofort den Ursprung der Moral, die eigentlich dafür gedacht war, um Verhaltensweisen anzuprangern, welche dieser wesentlichen transzendenten Verbindung Schaden hätte zufügen können, und der Verlust des Heiligen Eros erklärt die Gründe ihres Abdriftens mit Konsequenzen in Form von Neurose, usw.

Diese wenigen Beispiele zeigen die Wichtigkeit, die ein einziges neues Axiom (Sexualität-> übersinnliche Fähigkeiten) für die Gesamtheit eines theoretischen Vorgehens bis in seine praktischen Anwendungen haben kann. Von Ökopsychologie zu sprechen erinnert nur an einen kleinen Teil der Denkrevolution und der Lebensweise, deren Türöffner sie sein könnte.