Vermeidung von unnötigem Herumtasten

Die klassischen Psychotherapien gründen sich auf verschiedene Modelle des psychischen Funktionierens, die im Allgemeinen die metapsychische Dimension, mit allem was daraus hervorgeht, nicht beachten. Die Verhaltenstherapien haben nichts als oberflächliche Teilerfolge bei einfachen Verhaltensweisen. Die Psychoanalysen sind oft unendlich und man kommt zu häufig mit dem Eindruck heraus den Grund des Problems nicht gemeistert zu haben. Die esoterischen Wege sprechen viel von Transzendenz und Energien, aber es fehlen ihnen dieSchlüssel, um konkret etwas zu erreichen.

Die Mehrzahl der aktuell angebotenen Methoden sind mit der Unvollständigkeit des rationalistischen Paradigmas belastet, welches selbst die Unvollständigkeit des gewöhnlichen psychischen Funktionierens widerspiegelt. Keine kann die Probleme von Grund auf lösen, denn sie stützen sich auf eine nicht stichhaltige Auffassung der Realität und der menschlichen Natur. Selbst wenn sie die Existenz einer spirituellen Dimension erwähnen, mangelt es ihnen an den Schlüsseln für einen natürlichen Zugang zu den metapsychischen Energien und an einer ausreichenden Disponibilität übersinnlicher Botschaften. So erklären sich Herumtasten und Misserfolge, die übrigens die Quelle einer gewissen Verachtung der Bevölkerung für die Psychos aller Art sind.

Der klassische Psychoanalyst hört seinem Patienten stundenlang zu, in der Hoffnung, ein Indiz auftauchen zu sehen, welches ihn auf die Spur bringen könnte. Präsentiert sich ein solches, dechiffriert er es anhand der Vorstellung, die er von der Funktion der menschlichen Psyche hat: Es, Ich, Überich, Bewußtsein, Unterbewußtsein, Triebe, Ödipus … Er verpasst aber das Wesntliche, da ihm bei dieser Topik die transzendente Dimension fehlt, deren Unerreichbarkeit die Hauptursache für die Mehrzahl der Störungen darstellt.

Der Psychologe erklärt die Depression durch schmerzliche Umstände, welche die seelische Belastbarkeit des Patienten überschreiten und durch eine depressive Tendenz als Folge seiner Erziehung oder Genetik. Der Unglückliche sieht sich auf seine eigenen Unzulänglichkeiten und Pech zurückgeworfen, welches ihn weiter an seinem Zustand verzweifeln lässt. Die wirkliche Ursache der Depression ist aber ein verhinderter Zugang zur transzendenten Dimension, wie das ihr sofortiges Verschwinden nach entsprechender Energiezufuhr zeigt (nach einem erfolgreichen Liebeskontakt).

Das Depressionsgefühl ist in Wirklichkeit ein natürlicher Reflex, mit der Aufgabe, einen existenziellen Fehler anzuzeigen. Weit vom Pathologischen entfernt, erscheint er als eine nützliche Reaktion des Unterbewußtseins, die gegen die Gefahr schützt, welche ein Entzug an transzendenter Energie und spirituelles Scheitern darstellen. Der Patient, der sein Unwohlsein und die wirklichen Ursachen versteht, fühlt sich sofort von seinen Schuldgefühlen befreit. Er wird angeregt seine Lebensweise gesünder zu gestalten und seine Beziehungen zu verbessern, d.h. sie auf einer höheren Ebene zu leben, sodass er sich spontan auf den Weg der Heilung begibt.

Jedes Mal, wenn es zu einer Störung oder einem Leiden kommt, besteht das einzige Mittel um ein Herumtasten mit seinen manchmal schwerwiegenden existenziellen Konsequenzen zu vermeiden, darin, die Ursachensuche auf einem dem psychischen Funktionieren angepassten Modell aufzubauen. Die evolutive Ökopsychologie liefert ein kompletteres Dechiffrierungsraster, da sie die metapsychische Dimension in das psychoanalytische Modell integriert, welches ein erschöpfendes Herangehen an die Ursachen ermöglicht. Übersinnliche Botschaften erlauben überdies sofort den optimalen Weg zu erkennen, Fallen und Hindernisse zu vermeiden und die effizientesten Mittel für eine Heilung und einen Neustart anzuwenden.