Kreation

Der Begriff ist abgedroschen. Er erinnert an einen bärtigen, auf einer Wolke thronenden Schöpfer, der unsere Schicksale zu durchdringen sucht und uns seine Blitze oder seine Verzeihung sendet und an einen naiven Schöpfungsglauben, der die Menschheit auf Adam und Eva zurückführt, wobei er alle Beweise einer langen Evolution des Lebens auf der Erde verneint.

Die wissemschaftlichen Erklärungen über den Ursprung des Lebens, bringen uns jedoch nicht alle Antworten. Es bleiben zahlreiche Fragen zu den Evolutionsmechanismen. Zwischen der Panspermie, der Theorie von der Entstehung der Erde durch Keime anderer Planeten und den mehr erdverbundenen Theorien, die ihr zufälliges Entstehen statistischen Gesetzen zuschreiben, weiss man immer noch nicht was wirklich vor der ersten Bakterie vor einigen Milliarden Jahren passiert ist.

Die eineinhalb Jahrhunderte alten Evolutionsgesetze haben sich seit der ersten Formulierung durch Darwin weitreichend bewahrheitet, aber es bleiben Geheimnisse und strittige Punkte im Hinblick auf die Mutationen. Der naive Glaube an die einfache Genetik der 50er Jahre wird selbst in Frage gestellt. Die Idee eines Genprogramms, eines Proteins, welches eine Funktion leitet, hat einer viel komplexeren Sichtweise Platz gemacht, was die Epigenetik und Quantentheorie weiter verkompliziert. Die einzige sichere Schlussfolgerung, die man aus diesem wissenschaftlichen Herangehen ziehen kann ist, dass das Geheimnis des Lebens und sein Ursprung noch weit davon entfernt ist gelüftet zu werden.

Die evolutive Ökopsychologie scheint eine definitive Lösung für dieses Dilemma bereitzuhalten: den natürlichen Zugang zu übersinnlichen Fähigkeiten und ein mögliches generelles Bewusstwerden der Existenz einer transzendenten Dimension. Wird die Wahrnehmung dieser Dimension Allgemeingut, könnte Streitigkeiten zwischen Kreationisten und Antikreationisten geschlichtet werden. Die ersteren kämen auf ihre Kosten in dem Rahmen wo diese Dimension tatsächlich Sitz des Göttlichen ist, die Die Zweiten könnten zufrieden damit sein, da diese Dimension mit Hilfe übersinnlicher Wahrnehmung objektivierbar ist. Die einzige epistemologische Anstrengung, die noch nötig ist, ist das Fallenlassen des anthrpomorphen Gesichtspunkts (bärtiger Schöpfer) und das Überwinden des einseitigen Reduktionismus, der ebenfalls anthropomorph ist mit seiner Behauptung, dass nichts existiert, was nicht mit den gewöhnlichen menschlichen Sinnen erfasst werden kann.

Die Frage, die sich stellt ist also zu wissen, wie es die Informationsinhalte der transzendenten Dimension, z.B. die archetypalen Energien, schaffen, die Molekularverbindungen zu beeinflussen. Es wäre vorstellbar, dass das Gesetz des Zufalls, welches die Zusammenstöße zwischen Atomen regelt, statistisch durch Kräfte transzendenter Herkunft modifiziert werden. Wenn diese subtilen Energien die neuronale Aktivierung von offensichtlich molekularer Essenz, wie das der Fall bei visueller Wahrnehmung eines Archetypus der Fall zu sein scheint beeinflussen können, erlaubt nichts auszuschließen, dass sie das nicht auch mit statistischen Molekularverbindungen wie ADN

tun können. Das ist noch evidenter, wenn man die Realität psychokinetischer Phänomene berücksichtigt.

Diese molekularen Prozesse finden auf einer infinitesimalen Stufe statt, geleitet von den Ungewissheitsgesetzen der Quantentheorie, sodass man bei dieser Sache niemals das letzte Wort haben kann. Die Anwesenheit von Leben auf anderen Planeten hätte den Vorteil zu zeigen, dass die Erde nicht eine Ausnahme ist und falls es dort eine Schöpfung gibt, es sich um ein Phänomen handelt, welches wahrscheinlich mit den Eigenschaften des Universums verbunden ist (das nichts als Materie ist).